Sind Ketone besser als Glukose?

Ketone werden oft als „sauberer“ oder „besserer“ Brennstoff als Glukose bezeichnet, aber was genau bedeutet das?

Bevor wir den Stoffwechsel von Ketonen betrachten, sollten wir nicht vergessen, dass Glukose lebensnotwendig ist. Sie ist sogar so wichtig, dass der Körper eine bemerkenswerte Arbeit leistet, um Ressourcen zur Herstellung von Glukose zu sparen. Wenn wir aufhören, Kohlenhydrate zu essen, produziert sie der Körper selbst (Glukoneogenese).
Es ist also wichtig, die Rolle der verschiedenen Brennstoffe nicht zu unterschätzen, bevor wir sie als „besser“ oder „schlechter“ bezeichnen.

Zurück zu den Ketonen: Es gibt Hinweise darauf, dass Ketonkörper in Bezug auf unseren Stoffwechsel in gewisser weise der Glukose überlegen sind. Es hat sich gezeigt, dass die Verbrennung von Ketonen im Vergleich zu Glukose mehr ATP (zelluläre Energie) pro Sauerstoffeinheit liefern kann. Sie haben eine höhere metabolische Effizienz und eine größere Verbrennungswärme, d.h. sie setzen mehr Energie pro Molekül frei.
Mehr Effizienz bedeutet, dass der Ketonmetabolismus in gewisser Weise „sauberer“ ist. Denn wenn unsere Mitochondrien hart daran arbeiten müssen, Energie in Form von ATP zu liefern, entstehen dabei viele reaktive Sauerstoffspezies (ROS). Diese Moleküle (ROS) tragen zum so genannten oxidativen Stress bei, der sowohl die Mitochondrien als auch andere Zellbestandteile, einschließlich unserer DNA, schädigen kann. Es hat sich gezeigt, dass Ketone die Produktion von mitochondrialen ROS unterdrücken und auch unsere zelluläre antioxidative Abwehr hochregulieren kann, um die ROS zu entwaffnen, bevor sie Schaden anrichten können.
Wenn also Menschen Ketone als sauberere, hochwertigere Kraftstoffquelle bezeichnen, beziehen sie sich oft auf ihre Fähigkeit, größere Mengen an ATP zu erzeugen und weniger (potenziell schädliche) Nebenprodukte auszustoßen, die natürlicherweise während des mitochondrialen Energiestoffwechsels entstehen.



Quelle: Metabolic Health Summit


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