Die fetten Jahre des Jan van Berkel

Nach dem sensationellen Sieg Jan van Berkels am Ironman Zürich, habe ich ein paar Artikel zu ihm und seiner Umstellung zur ketogenen Ernährung zusammengesucht:

In der NZZ:
„Unter Plews stellte van Berkel seine Ernährung um. Seither verzichtet der Athlet aus Dielsdorf weitgehend auf Kohlenhydrate, isst dafür fett- und proteinreich. Er verlor so an Gewicht und legte gleichzeitig an Muskelmasse zu. Der Effekt ist nicht zu übersehen. Im April stellte van Berkel am Ironman Texas mit 7:48:41 Stunden die beste Zeit auf, die je von einem Schweizer erreicht wurde. Im Marathon hat er sich unterdessen rund zehn Minuten verbessert.“

Zum Artikel der NZZ: NZZ – Eine Umstellung mit Folgen

Im Tagi:
„Der Zürcher Unterländer hat sich schliesslich einer radikalen Wandlung unterzogen: Er isst so gut wie keine Kohlenhydrate mehr. Also hat er nach seinem Entscheid, mit der traditionellen Ernährungsweise auch der meisten Topathleten zu brechen, den Eltern erst einmal eine Ladung an «verbotenen Lebensmitteln» abgegeben. Pasta gehörte dazu, Reis oder (raffinierter) Zucker.“

„Vital sieht der 32-Jährige beim Treffen aus und damit so ganz anders, als mancher Ernährungsspezialist die Folgen einer solchen Diät beschreibt.“

„Auch diese Erlebnisse sind für van Berkel die Bestätigung, dass seine ketogene Diät für ihn ideal ist. Sie heisst so, weil van Berkel seine Energie nicht mehr hauptsächlich aus Fett, Proteinen und Glukose, sondern aus Fett und dem im Körper aufgebauten Glukoseersatz (Ketonkörper) bezieht.“

„Wobei viele Laien ohnehin falsche Assoziationen bilden, wenn sie von einer «Fett-Diät» hören. Sie glauben, diese führten zu mehr Gewicht bzw. Körperfett. Tendenziell ist das Gegenteil der Fall (und durch viele repräsentative Studien belegt).“

Zum Artikel des Tagesanzeiger: Tagesanzeiger – Die fetten Jahre des Radikalen


Aus einem Fachartikel zweier performance Experten von Plews and Prof (EN): 

„We know that high blood glucose levels drive inflammation, and inflammation drives fat deposition. Typically, the inflammation will be magnified in a localized manner around both the gut and liver.“

„JVB’s lower carb diet would likely have caused a cascade of events to occur. First, the diet allowed him to achieve a low and stable (non-fluctuating) blood glucose level.  Second, he became more metabolically flexible.“

„As well, the shift in energy metabolism towards fat and ketones, means the ‘cost’ of producing energy becomes lower, and reactive oxygen species (ROS) production is reduced. Less “damage” and inflammation during Jan’s training also occurs at the same energy equivalent. This again reduces the total inflammatory load and visceral fat deposition.“

Hier gehts zum äusserst lesenswerten Artikel von Plews and Prof: plewsandprof – THE FAT ADAPTED HEALTHY ATHLETE


Eine Reaktion auf “Die fetten Jahre des Jan van Berkel

  1. Deshalb frage ich mich, weshalb die Leute immer das Gefühl haben Kohlenhydrate essen zu müssen um anständige Ergebnisse beim Sport zu erreichen. Das ist überhaupt nicht so. Viele sind noch der Überzeugung, dass eine ketogene Diät nicht geeignet ist für sportliche Ziele. Ich weiss aus Erfahrung, dass sich die Leistung markant erhöht. Nicht sofort, man muss schon eine Weile in Ketose Sport treiben, dass der Körper sich richtig anpassen kann. Doch möglich ist es definitiv. Und jetzt haben wir wieder einen Beweis mehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.