Keto und Krebs: Vorsicht bei bestimmten Mutationen

Es gibt wichtige neue Informationen bezüglich der ketogenen Ernährung und Krebs. Es ist schon länger bekannt, dass viele Krebsarten Glukose als Energiequelle bevorzugen. Nach neusten Erkenntnissen (Studie unten) gibt es aber auch solche, die Ketone verstoffwechseln oder verwerten können.

Melanome mit einer bestimmten Mutation können mit einer ketogenen Ernährung sogar doppelt so schnell wachsen, weil sie das Acetoacetat verstoffwechseln können. Ohne diese bestimmte Mutation geschieht dies jedoch nicht (gemäss Studie an Mäusen).

Diese Mutation (BRAF V600E) findet sich bei mehr als 60% der Melanome, bei 100% der Haarzell-Leukämie,10% der kolorektalen Karzinome und 5% der multiplen Myelome beim Menschen.

Es gibt andere Studien, die gezeigt haben, dass eine ketogene Ernährung bei der Behandlung von Krebserkrankungen von Vorteil sein kann, insbesondere in Verbindung mit anderen konventionellen Behandlungen. Tatsächlich gibt es viele andere Krebsarten, die sich durch eine ketogene Ernährung verbessert haben (wahrscheinlich mehr insgesamt).

Folgende Studie bedeutet nicht, dass die ketogene Ernährung nicht eine nützliche metabolische Therapie sein – und in der Krebsbehandlung verwendet werden kann. Vielmehr wird aufgezeigt, wie verschiedene Krebsarten unterschiedliche Stoffwechselpräferenzen haben können und dass diese Präferenzen durch unterschiedliche Mutationen auch innerhalb desselben Gewebes ausgelöst werden können.

Studie:
Cell – Prevention of Dietary-Fat-Fueled Ketogenesis Attenuates BRAF V600E Tumor Growth

Bericht zur Studie:
Science daily – Melanoma mutation likes fat for fuel

 


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